Und dieser Gedanke endet nicht bei Deinem Körper.
Auch Deine Beziehungen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.
Du möchtest Verständnis?
Dann hast Du vorher vielleicht selbst Verständnis gezeigt.
Du möchtest, dass jemand Dir zuhört?
Dann hast Du vielleicht auch einmal zugehört, ohne sofort Deine eigene Geschichte zu erzählen.
Du möchtest Vertrauen?
Dann musst Du Vertrauen aufbauen.
Du möchtest Nähe?
Dann musst Du Dich zeigen.
Du möchtest, dass jemand für Dich da ist?
Dann solltest Du vielleicht auch für den anderen Menschen da sein.
Erst einzahlen. Dann abheben.
Natürlich ist das keine mathematische Rechnung.
Du sollst nicht Buch führen.
Nicht zählen, wie oft Du angerufen hast.
Nicht aufrechnen, wer wann mehr gegeben hat.
Denn eine Beziehung ist kein Excel-Sheet.
Aber manchmal lohnt es sich, ehrlich hinzuschauen.
Was bringst Du in Deine Beziehungen ein?
Wie sprichst Du mit den Menschen, die Dir wichtig sind?
Wie oft hörst Du wirklich zu?
Wie oft fragst Du, wie es dem anderen geht?
Wie oft sagst Du Danke?
Wie oft entschuldigst Du Dich?
Wie oft bist Du bereit, Deine eigene Perspektive zu hinterfragen?
Und wie oft erwartest Du etwas, das Du selbst schon lange nicht mehr gibst?
Vielleicht möchtest Du mehr Kommunikation.
Aber wann hast Du zuletzt wirklich zugehört?
Vielleicht möchtest Du mehr Respekt.
Aber wie respektvoll gehst Du selbst mit dem anderen Menschen um?
Vielleicht möchtest Du mehr Liebe.
Aber wie viel Liebe gibst Du?
Auch Beziehungen können nicht dauerhaft von einem leeren Konto leben.
Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Fragen überhaupt:
Was zahle ich gerade ein?
In meinen Körper.
In meine Gesundheit.
In meine Freundschaften.
In meine Partnerschaft.
In meine Familie.
In mein eigenes Leben.
Denn irgendwann kommt der Moment, in dem Du abheben möchtest.
Du möchtest Kraft.
Unterstützung.
Vertrauen.
Nähe.
Gesundheit.
Aber was ist auf Deinem Konto?