{"id":1,"date":"2015-03-01T08:00:43","date_gmt":"2015-03-01T07:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kristinalinn.de\/\/?p=1"},"modified":"2016-03-09T16:28:56","modified_gmt":"2016-03-09T15:28:56","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kristinalinn.de\/index.php\/2015\/03\/01\/hallo-welt\/","title":{"rendered":"Unser K\u00f6rper = ein Gummib\u00e4rchennetzwerk"},"content":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, Sie w\u00e4ren ein Gummib\u00e4rchen: elastisch, dehnbar, belastbar, geschmeidig, weich!<\/p>\n<p>Ein Scherz? Nein!<br \/>\nDenn unser K\u00f6rper besteht aus gummib\u00e4rchenartigen Strukturen, genannt Faszien. Diese Faszien sind auch bekannt als Bindegewebe, welches meist in Verbindung mit Orangenhaut gebracht wird.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n\u201eFaszien\u201c haben ihren Wortstamm aus dem Lateinischen \u201eB\u00fcndel\u201c oder \u201eBand\u201c und stellen z.T. bandf\u00f6rmiges, sehr rei\u00dffestes Gewebe (bestehend aus u.a. Kollagen, Wasser, Klebstoffen) dar.<\/p>\n<p>Sie bilden ein Netzwerk, welches den ganzen K\u00f6rper von oben nach unten von vorne nach hinten von innen nach au\u00dfen durchzieht, f\u00fcr Elastizit\u00e4t, Gleitf\u00e4higkeit sowie Verschiebbarkeit von Organen und Muskeln sorgt und einen immensen Einfluss auf unsere Gesundheit hat.<\/p>\n<p>Auf welche Art und Weise l\u00e4sst sich sehr einfach an dem Gummib\u00e4rchen-Modell erkl\u00e4ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Liegen Gummib\u00e4rchen zu lange in der Sonne, werden sie weich, ver\u00e4ndern ihre Form und bleiben dann in dieser.<\/li>\n<li>Liegen Gummib\u00e4rchen im K\u00fchlschrank, werden sie fest und starr.<\/li>\n<li>Liegen Gummib\u00e4rchen an der frischen Luft, trocknen sie aus, werden spr\u00f6de und k\u00f6nnen leicht rei\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Falle von Faszien spricht man von Verklebungen, Verh\u00e4rtungen und Verdrehungen, die zu den unterschiedlichsten Beschwerden f\u00fchren k\u00f6nnen, z.B.<\/p>\n<ul>\n<li>Nacken-, Schulter- oder R\u00fcckenschmerzen<\/li>\n<li>Migr\u00e4ne<\/li>\n<li>Stabilit\u00e4ts- und Kraftverlust<\/li>\n<li>punktuelle Schmerzen an z.B. der Ferse<\/li>\n<li>Steifigkeit in Gelenken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Bindegewebsnetzwerk verbindet alle Teile des K\u00f6rpers (Muskeln, Sehnen, Knochen, Gef\u00e4\u00dfe, Nerven) und stellt sicher, dass diese am richtigen Platz sind.<br \/>\nMit unserem Gummib\u00e4rchen-Modell erkl\u00e4rt:<br \/>\nZieht man der L\u00e4nge nach an dem Gummib\u00e4rchen, so muss sich das ganze Gelatinenetzwerk anpassen \u2013 das Gummib\u00e4rchen wird lang und schmal. In der Regel zieht es sich dann wieder zur\u00fcck in die Ausgangsposition, wenn der Zug nachl\u00e4sst.<br \/>\nDas Gleiche geschieht, wenn man das Gummib\u00e4rchen zusammendr\u00fcckt. Das Gewebsnetzwerk passt sich wieder an \u2013 das Gummib\u00e4rchen wird flach und breit und entfaltet sich in der Regel wieder in die Ausgangsposition.<\/p>\n<p>Das Bindegewebe sorgt daf\u00fcr, dass all unsere Organe und K\u00f6rperteile an ihrem richtigen Platz sind und bei Bedarf (Positions- und Lagever\u00e4nderung, Druck und Zug) reagieren und sich verschieben k\u00f6nnen, wie z.B. beim Atmen.<br \/>\nAtmet man ein, dehnen sich die Lungen aus und die Organe werden im Bauchraum verschoben, ohne dass es die Funktionen dieser beeintr\u00e4chtigt.<br \/>\nDurch Alterungsprozesse, Umwelteinfl\u00fcsse, etc. kann es passieren, dass Faszien verkleben und somit ihre eigentlichen Funktionen (Verschiebbarkeit, Gleitf\u00e4higkeit, Elastizit\u00e4t, etc.) und somit das Zusammenspiel des gesamten K\u00f6rpernetzwerks massiv beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Viele undefinierte und unerkl\u00e4rliche Schmerzen liegen in verklebten Faszien begr\u00fcndet und diese Verklebungen k\u00f6nnen auch nicht auf dem R\u00f6ntgenbild sichtbar gemacht werden.<br \/>\nDr. Robert Schleip, der f\u00fchrende Faszienforscher, Humanbiologe und Leiter des Fascia Research Project der Universit\u00e4t Ulm, erkl\u00e4rt zum Thema R\u00fcckenschmerzen, dass weniger als 20 Prozent der F\u00e4lle die Bandscheiben verantwortlich sind. Die \u00fcbrigen 80 Prozent haben andere Ursachen und darunter meist verklebte Faszien.<br \/>\nDoch was bringt Faszien dazu, sich zu verkleben? Das sind ihre typischen Feinde wie Bewegungsmangel, Stress, \u00dcbers\u00e4uerung, Fehlbewegungen und Operationen.<br \/>\nDaher lohnt es sich, Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, die das Bindegewebe durch Trainingsma\u00dfnahmen, wie springen, dehnen und ausrollen* (wird in der n\u00e4chsten Ausgabe erkl\u00e4rt) gesund, geschmeidig und elastisch zu halten.<br \/>\nBei undefinierbaren Schmerzen empfiehlt es sich, einen Faszien-Spezialisten zu kontaktieren. Faszien-Spezialisten sind Therapeuten die gezielte Faszien-Therapie anbieten, u.a. Osteopathie, Rolfing, KMI (Kinesis Myofascial Integration), FDM (Fasziendistorsionsmodell) nach Typaldos, und mit den H\u00e4nden und evtl. Therapiewerkzeugen Verklebungen und Verdrehungen des Bindegewebes aufsp\u00fcren und aufl\u00f6sen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, Sie w\u00e4ren ein Gummib\u00e4rchen: elastisch, dehnbar, belastbar, geschmeidig, weich! Ein Scherz? Nein! Denn unser K\u00f6rper besteht aus gummib\u00e4rchenartigen Strukturen, genannt Faszien. 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